Kontakt
Pressebereich
Rückblick 2023

Erziehung und Vernunft

Herakles am Scheideweg bei Händel und in der Antike

Hercules am Scheideweg | Jan Sadeler nach Friedrich Sustris | Kunstsammlung der Universtität Göttingen © Katharina Anna Haase
19
Freitag
15:00 | 19. Mai 2023 | ~ 60 min
 
 

Mit ‚Herakles am Scheideweg‘ befasst sich Händel mit einem antiken Mythos, der eine Erfindung der pädagogischen Literatur der Sophistik des 5. Jahrhunderts v. Chr. war. In der Antike hat der Mythos, in dem die personifizierte Tugend die Lust aussticht, vor allem in der Philosophenschule der Stoa Karriere gemacht, in der Neuzeit spielte er für die ebenfalls stoisch inspirierte Erziehungsliteratur vor allem in der Renaissance und im 18. Jahrhundert eine große Rolle.

Heute scheint er nur noch historisch interessant zu sein, klingt er doch allzu sehr nach altbackenen Moralvorstellungen und lustfeindlicher Pflichtenethik. In dem Vortrag wird gezeigt, warum die stoische Idee von Tugend und Laster uns heute näher steht, als man denken könnte und was das alles mit dem großen Streit um Vernunft und Wahrheit in der Antike zu tun hat.

Eintritt frei

Prof. Dr. Gyburg Uhlmann, Berlin

Zurück (2023)

Unterstützt durch