Good Morning, George!
Es geht 220 Stufen dem Himmel entgegen. Hoch oben im Kirchturm von St. Jacobi wird Musik mit Höhenmetern gemacht. Martin Begemann bespielt hier ein anderthalb Tonnen schweres Musikinstrument: das Carillon von St. Jacobi. Wie eine Orgel wird das Carillon mit Händen und Füßen gespielt. An einem sogenannten Stockspieltisch mit Stocktasten aus Holz und Fußpedalen werden die Turmglocken mithilfe eines mechanischen Systems angeschlagen. Der 2024 verstorbene Göttinger Physiker Ernst Puschmann, auch bekannt als „Glöckner von St. Jacobi“, hatte das Turmglockenspiel zum konzerttauglichen Carillon mit 23 Glocken ausgebaut.
Weit über den Dächern der Göttinger Altstadt – und nachdem sich der morgendliche Lieferverkehr etwas gelegt hat – möchten wir den neuen Tag und die diesjährigen Festspiele buchstäblich einläuten: Guten Morgen, Georg! Und guten Morgen, Göttingen!




