Baroque Influencers
Händel und die Accademia dell’Arcadia
Sie sind eine absolute Seltenheit: Männliche Sopranisten faszinieren mit ihrer natürlichen Sopranstimme. Im Unterschied zu Countertenören sind sie in der Lage, sowohl mit der Brust- als auch der Kopfstimme zu singen, ohne ins Falsett auszuweichen. Der brasilianische Sänger Bruno de Sá ist eine solche Ausnahmeerscheinung. Seine atemberaubend hohe Stimme präsentiert er mit einem bunten Strauß an Arien aus barocken Opern, die im Umfeld der Accademia dell’Arcadia entstanden. Neben Komponisten wie Alessandro Scarlatti, Giovanni Battista Bononcini und Arcangelo Corelli ist auch der in Italien hochgeschätzte Händel Teil dieses geheimen römischen Künstlerbundes aus barocken Influencern. Ein Repertoire, das wie gemacht ist für die als „Königin der Blockflöte“ bekannte Dorothee Oberlinger und ihr Ensemble 1700.
Alessandro Scarlatti: Sinfonia avanti la Serenata „Clori, Dorino e Amore“ | Più non m'alletta e piace aus Il Giardino d’Amore (Venere e Adone) | Sinfonia aus Venere e Amore
Georg Friedrich Händel: Konzert Nr. 5 F-Dur (HWV 293) nach der Blockflötensonate HWV 369 | Qui l’augel aus Aci, Galatea e Polifemo (HWV 72) | Come nube aus Agrippina (HWV 6) | Tu del ciel ministro eletto aus Il Trionfo del Tempo e del Disinganno (HWV 46a)
Giovanni Battista Bononcini: Partir vorrei aus Polifemo | Ombra mai fu aus Xerse | Farfalletta che segue d’amor aus Polifemo
Alessandro Marcello: Konzert d-Moll für Oboe, arrangiert für Blockflöte
Franceso Barsanti: Jonny Faa
Arcangelo Corelli: Sonate op. 5 Nr. 10 F-Dur, arrangiert von Francesco Geminiani
Bruno de Sá Sopran
Dorothee Oberlinger Blockflöten und Leitung
Ensemble 1700
Evgeny Sviridov Violine
Anna Dmitrieva Violine
Gabrielle Kancachian Viola
Vladimir Waltham Violoncello
Kit Scotney Kontrabass
Axel Wolf Laute
Olga Watts Cembalo, Orgel




