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Arminio (HWV 36)

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel

„Hermann der Cherusker“ und die Varusschlacht haben vor langer Zeit Eingang in den deutschen Gründungsmythos gefunden. Arminius, dessen Germanen drei Legionen des Varus vernichtend schlugen, wurde schon von Tacitus als „Befreier Germaniens“ bezeichnet. In Händels Arminio bildet der Befreiungskrieg allerdings nur den Hintergrund, vor dem Themen wie Ehre, Pflicht und Gehorsam, Liebe und Freiheit verhandelt werden, die der renommierte Schweizer Regisseur Erich Sidler für die Festspiele in Szene setzte.

Das Libretto der Oper nach Antonio Salvi geht auf die französische Tragödie Arminius von Jean-Galbert de Campistron aus dem Jahre 1684 zurück. Am 12. Januar 1737 wurde Arminio im Covent Garden Theatre uraufgeführt, verschwand aber nach nur sechs Vorstellungen wieder von der Londoner Bühne. Knapp 200 Jahre später wurde sie als Hermann und Thusnelda in Leipzig wieder aufgeführt. Nach Aufführungen in Halle (2014) und Karlsruhe (2015) war Händels Spätwerk nun endlich auch in Göttingen zu sehen.

Aufführungsmaterial:
Hallische Händel-Ausgabe, Bärenreiter-Verlag Kassel · Basel · London · New York · Praha
Herausgegeben von Michael Pacholke

      
Die Premiere der Oper wurde von NDR Kultur live übertragen. Deutschlandfunk Kultur sendete die Opernaufzeichnung am 19. Mai 2018, 19.05 Uhr.

Gefördert durch     


                


                            

 
                

Künstler

Erich Sidler Regie
Dirk Becker Bühnenbild
Renée Listerdal Kostüme
Michael Lebensieg Licht

Christopher Lowrey Countertenor – Arminio
Anna Devin Sopran – Tusnelda
Sophie Junker Sopran – Sigismondo
Helena Rasker Alt – Ramise
Paul Hopwood Tenor – Varo
Owen Willetts Countertenor – Tullio
Cody Quattlebaum Bass-Bariton – Segeste

FestspielOrchester Göttingen

Laurence Cummings Musikalische Leitung


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