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Willkommen zu den Festspielen 2017

Festival präsentiert einen neuen Wettbewerb und bietet ein Wiedersehen mit einem Publikumsliebling

Am 31. Oktober 1517 veröffentlicht Martin Luther seine berühmten 95 Thesen und verändert die Welt. Noch 200 Jahre später lebt Georg Friedrich Händel in einem religiösen Spannungsfeld und ist dabei doch wenig dogmatisch: Er schreibt Musik für Lutheraner, Pietisten, Katholiken und Anglikaner. Mit ihrem Motto „Glaube und Zweifel“ nähern sich die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen dem Reformationsjubiläum an. Geistliche Musik wie Händels Brockes-Passion, Israel in Egypt, das Oratorium Luther in Worms von Ludwig Meinardus und ein Programm des Ensembles Concerto Romano mit Kompositionen von Händel und seinen italienischen Zeitgenossen für die katholische Kirche bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt im Programm des Festivals und des Symposiums „,Wo deine Wunder-Flöthe klinget‘. Barthold Heinrich Brockes und die Musik“.

Und doch möchten wir Fragen aufwerfen, die weit über historische oder konfessionelle Diskussionen hinausgehen: Was glauben wir? Welche Überzeugungen, Prinzipien, Wertevorstellungen sind uns wichtig?
Dabei machen die Festspiele ihrem Renommee als einziges Opernfestival Niedersachsens alle Ehre: Mit Händels Lotario und Lucio Cornelio Silla sowie Joseph Haydns L’anima del filosofo ossia Orfeo ed Euridice stehen gleich drei Musiktheaterproduktionen in szenischer oder halbszenischer Darstellung auf dem Programm. Mit dem Jugendopernprojekt Beyond Doubt: Lotario knüpfen die Festspiele gemeinsam mit dem boat people projekt und weiteren Kooperationspartnern an die Erfolge von Young Amadigi und FamilienBande: Faramondo an.

Neben den Echo-Klassik-PreisträgerInnen Simone Kermes, Avi Avital, Andreas Staier und Dorothee Oberlinger, die mit Lucio Cornelio Silla ihr Debüt als Operndirigentin gibt, sind wieder zahlreiche internationale Stars und viele weitere spannende Künstler zu Gast. Publikumsliebling Dominique Labelle kehrt nach sechs Jahren mit einem festlichen Galakonzert zurück nach Göttingen. Mit den vier Cellisten von Cell of Hell wagen sich die Festspiele mit einem Crossover-Programm erstmals auch auf Heavy-Metal-Terrain.

Der traditionsreiche Wettbewerb „Göttinger Reihe Historischer Musik“ präsentiert sich in neuer Struktur und gebündelt an einem Festivalwochenende als „göttingen händel competition“. Und natürlich gibt es wieder großartige neue Spielstätten zu entdecken: in Grone, Gieboldehausen, Scharzfeld … Ein spannendes Festival liegt vor uns. Glauben Sie uns!

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