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Willkommen zu den Festspielen 2018

Dieses Jahr unter dem Motto „Konflikte“

Liebe Festspielfreundinnen und Festspielfreunde,

2018 jährt sich das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal – auch für uns ein Grund, das ewige Paar „Krieg und Frieden“ genauer zu beleuchten.

Konflikte sind, das lässt sich nicht leugnen, ein elementarer Bestandteil der Geschichte und vieler Geschichten. Zum deutschen Gründungsmythos gehört die Varusschlacht des Jahres 9 n. Chr. Die Berichte über den Cheruskerfürsten Arminius bilden den Hintergrund von Händels Arminio, der vorletzten der bis dato in der Aufführungsgeschichte der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen noch fehlenden Händel-Opern. Die Festspieloper im Deutschen Theater Göttingen inszeniert der international renommierte Regisseur und Göttinger Intendant Erich Sidler. Der im Ersten Buch der Makkabäer überlieferte Konflikt zwischen Juden und Seleukiden ist Thema des mit Kenneth Tarver in der Titelrolle prominent besetzten Festspieloratoriums Judas Maccabaeus. Auf denselben Konflikt bezieht sich Händels Alexander Balus. In der St. Nicolai-Kirche Herzberg dürfen Sie sich auf die Preisträgerinnen und Preisträger der „Handel Singing Competition“ 2016 und 2017 freuen.

Nicht nur kriegerische Konflikte, auch siegreiche Schlachten und die lange Geschichte der Friedensschlüsse waren immer wieder Anlass und Inspiration zu großen Werken. So stehen mit dem Utrechter Jubilate, der Ode for the Birthday of Queen Anne, die auch als Dank für den Frieden von Utrecht verstanden werden kann, und dem Dettinger Te Deum im Galakonzert Schlüsselwerke zum Thema „Krieg und Frieden“ auf dem Programm. Ebenfalls im Galakonzert muss sich in The Choice of Hercules der mythische Held, gesungen von Diana Moore, eher inneren Konflikten stellen, wenn er zwischen Tugend und Lust zu wählen hat.

Einen musikalischen und ganz und gar friedlichen Wettstreit liefern sich bei der „göttingen händel competition“ acht junge Ensembles, wenn sie um den Preis der Göttinger Händel-Gesellschaft e. V. wetteifern.

Weniger kriegerische als musikalische, ästhetische und politische Konflikte behandelt das von Prof. Dr. Laurenz Lütteken und Prof. Dr. Wolfgang Sandberger kuratierte Symposium. Es steht in diesem Jahr unter dem Titel „Metropole London – Konflikte und Identitäten eines musikalischen Zentrums“. Für den Festvortrag konnte der Leiter des Deutschen Historischen Instituts in London Prof. Dr. Andreas Gestrich gewonnen werden.

Bei all den Konflikten, die im Festspielprogramm 2018 verhandelt werden, braucht die Seele auch den harmonischen Ausgleich. Wir setzen den Kriegen und Zerwürfnissen auf der Bühne langwährende Freundschaften und das gemeinsame Musizieren entgegen.

Gemeinsam musizieren werden unter anderem Midori Seiler und Christian Rieger sowie Giovanni Antonini und Ottavio Dantone. Unser Künstlerischer Leiter Laurence Cummings hat nicht nur das FestspielOrchester Göttingen wieder um sich versammelt, sondern auch den Christ Church Cathedral Choir eingeladen, der ihn in seiner Studienzeit geprägt hat und dessen Leiter Stephen Darlington, Laurence Cummings’ früherer Tutor, Ende 2018 in den Ruhestand tritt. Laurence Cummings selbst nimmt mit einer Soiree nach langjähriger Zugehörigkeit Abschied von den London Handel Players. Langjährige Freundschaften stiften der Landesjugendchor Niedersachsen und auch das European Union Baroque Orchestra.

Aus Ihren Berichten wissen wir, dass auch die Festspiele langjährige Freundschaften gestiftet haben. Diese Geschichten interessieren uns sehr. Für das 100-jährige Jubiläum 2020 freuen wir uns, wenn Sie uns davon berichten. Mehr zu diesem Projekt, allen Konzerten, dem Händel 4 Kids!- und dem Rahmenprogramm erwartet Sie auf den folgenden Seiten.

Uns bleibt noch, Ihnen im Namen des gesamten Teams eine harmonische Festspielzeit mit vielen schönen Erinnerungen zu wünschen, ganz ohne Konflikte abseits des Bühnengeschehens. Viel Vergnügen bei der Lektüre unseres diesjährigen Festspielmagazins! Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen 2018.

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