Jochen Schäfsmeier bleibt bis Ende 2028 Geschäftsführender Intendant
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen verlängern den Vertrag ihres Geschäftsführenden Intendanten Jochen Schäfsmeier um weitere drei Jahre bis zum 31. Dezember 2028. Darauf verständigten sich im Januar 2026 der Aufsichtsrat der Festspiel GmbH und Schäfsmeier.
Jochen Schäfsmeier steht seit 2021 gemeinsam mit dem Dirigenten und Künstlerischen Leiter George Petrou an der Spitze der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. In dieser Zeit wurde das Profil der mehr als hundertjährigen Festspiele konsequent weiterentwickelt und international geschärft. Zuvor war der Klarinettist und Kulturmanager von 2005 bis 2020 Geschäftsführer von Concerto Köln und schaffte es, den renommierten Klangkörper international zu etablieren, Referenzaufnahmen mit führenden Labels zu realisieren und innovative Projekte zu initiieren. Darunter zählt auch das wissenschaftlich-künstlerische Projekt Wagner-Lesarten – die Erforschung und Aufführung eines historisch-informierten „Ring des Nibelungen“ – mit Kent Nagano, Concerto Köln und der Kunststiftung NRW.
Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Panja Mücke hebt die Bedeutung der Vertragsverlängerung hervor:
„Jochen Schäfsmeier hat die Festspiele inmitten der Pandemie übernommen und sie gemeinsam mit George Petrou durch eine Phase tiefgreifender Verunsicherung im internationalen Kulturbetrieb geführt. In dieser Zeit wurde das künstlerische Profil der Festspiele nicht nur behauptet, sondern weiterentwickelt. Das heutige Programm verbindet internationale Ausstrahlung mit einer nachhaltigen Verankerung in der Göttinger Stadtgesellschaft.“
Jochen Schäfsmeier erklärt:
„Die Verbindung von internationaler Ausrichtung und regionaler Verwurzelung prägt sowohl die Festspiele als auch die Stadt Göttingen. Hochkarätig besetzte Konzerte mit internationaler Beteiligung leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Austausch und zur Weltoffenheit. Zugleich verstehen wir die Weiterentwicklung des Festivalangebots in den kommenden Jahren auch als eine Reaktion auf knapper werdende Fördermittel. Vor diesem Hintergrund ist es unser Ziel, die Aktualität von Händels Werk im 21. Jahrhundert sichtbar zu machen und zugleich tragfähige Formate für ein breites Publikum zu entwickeln.“
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen zählen zu den ältesten Musikfestivals weltweit und finden seit 1920 jährlich statt. Ihren Ursprung haben sie in der Aufführung von Georg Friedrich Händels Oper „Rodelinde“ durch Oskar Hagen, die die sogenannte Göttinger Händel-Renaissance begründete. Die nächste Festivalausgabe findet vom 14. bis 25. Mai 2026 in Göttingen und Südniedersachsen statt. Das Festspielmotto und das vollständige Programm werden am 4. Februar vorgestellt.
