Sustainable-EEEmerging
Europäisches Netzwerk
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen sind Teil des Europäischen Netzwerkes „Sustainable-EEEmerging“ (S-EEE). Die Buchstabenkombination EEE steht für „Emerging European Ensembles“. In diesem Netzwerk haben sich Projekte und Partner in ganz Europa zusammengeschlossen, um Ensembles der Alten Musik zu unterstützen. Dabei steht das Konzept der Nachhaltigkeit im Vordergrund, und zwar in allen seinen Facetten.
Unsere kulturellen Ressourcen wurden uns überliefert und anvertraut, und wir wollen sie zukünftigen Generationen weitergeben. Wir müssen nachhaltig mit ihnen umgehen, damit sie bleiben, wachsen und sich verbreiten können. Und sie können uns den Weg zur Nachhaltigkeit weisen: durch die Nutzung erneuerbarer Ressourcen, durch das Bereitstellen neuer Ressourcen für heutige Künstler und Orte der Kultur sowie für zukünftige Generationen.
Musik, Kunst und Kultur sind erneuerbare Energien: Je mehr sie weitergegeben und geteilt werden, desto mehr bleibt übrig – und desto mehr entsteht für alle. Doch damit dies gelingt, müssen Musikproduktion, Interpretation und Vermittlung nachhaltige Prozesse schaffen. Diesen Gedanken will „Sustainable-EEEmerging“ fördern und entwickeln.
Nachhaltige Projekte sind in erster Linie solche, die tatsächlich die Möglichkeit haben, zu entstehen und sich zu entwickeln. Daher fördert „Sustainable-EEEmerging“ die Entstehung neuer Projekte und unterstützt deren Entwicklung, indem es Ensembles hilft, Fähigkeiten zu erwerben und auszubauen sowie Beziehungen aufzubauen und zu stärken – zu anderen Künstlern, Repertoires, Publikum, Orten und Institutionen.
„Sustainable-EEEmerging“ setzt sich für Künstler und Veranstaltungsorte ein, indem es ihre Projekte unterstützt – mit Programmen, künstlerischen Laboren, Akademien, Residenzen, Roadmaps und Community-Bildung in ganz Europa.
„Sustainable-EEEmerging“ baut neue Beziehungen zwischen allen musikalischen Akteuren auf: zwischen Künstlern, Orten und Gemeinschaften. Ihre Beziehungen werden besser sein, weil sie besser informiert sind – und damit nachhaltiger.
Nachhaltigkeit verbindet Lokales und Globales: Um nachhaltig zu sein, muss ein künstlerisches Projekt in einem Ort, einer Tradition, einer Ästhetik und einer Epoche verwurzelt sein. Doch um zu bleiben und wirklich lebendig zu sein, muss es auch kommunizieren und sich verbreiten. Und umgekehrt: Um reisen zu können, braucht ein künstlerisches Projekt einen Ausgangspunkt – etwas, das es mit sich trägt.
„Sustainable-EEEmerging“ setzt sich daher für die Erneuerung des kulturellen Ökosystems ein, insbesondere im Bereich der Alten Musik. Etwas Neues aufzubauen, das im kulturellen Kontext Bestand haben kann, ähnelt dem Akt der Neuinterpretation alter Musik: Man gibt ihr die Lebendigkeit zurück, die sie immer hatte, damit sie weiterhin Lebendigkeit schenken kann.
„Sustainable-EEEmerging“ wird vom Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union unterstützt. Creative Europe ist das Förderprogramm der Europäischen Kommission für den Kultur- und den audiovisuellen Sektor. Aufbauend auf dem früheren Kulturprogramm und dem MEDIA-Programm unterstützt Creative Europe mit einem Budget von 1,46 Milliarden Euro Europas Kultur- und Kreativsektoren.



