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NeoBarock

Maren Ries Violine
Kateřina Ozaki Violine
Juris Teichmanis Violoncello
Stanislav Gres Cembalo

Seit mehr als 20 Jahren begeistert NeoBarock mit Interpretationen, die eine bestmögliche Annäherung an den Originalklang anstreben, ohne die historische Aufführungspraxis zum Selbstzweck zu erheben. Das Ensemble verwendet konsequent das Instrumentarium, für das die Werke einst geschrieben wurden, und erforscht mit unermüdlicher Experimentierfreude nicht nur alle Facetten der historischen Aufführungspraxis, sondern auch den Zeitgeist der Epochen. In seinen beziehungsreichen Programmkonzepten inszeniert NeoBarock Alte Musik im Kontext ihrer Zeit oder lässt sie durch die gezielte Gegenüberstellung mit Neuer Musik in einen Dialog treten.

In einer stagnierenden Musikszene, in der das Repertoire vollständig erschlossen scheint, überrascht NeoBarock mit innovativen Impulsen: Das Ensemble präsentierte Weltersteinspielungen von Kammermusikwerken Gottfried Heinrich Stölzels und rückte mit der Entdeckung von Johann Philipp Kirnbergers Triosonaten den Bach-Schüler ins Licht der Öffentlichkeit. Durch die Kombination von Bachs »Kunst der Fuge« mit eigens dafür verfassten Texten des österreichischen Schriftstellers Robert Schneider schuf NeoBarock ein mit dem Echo Klassik ausgezeichnetes Melopoem: ein Gesamtkunstwerk, in dem sich Musik und Wort wie in einem kontrapunktischen Satzgefüge durchdringen. Mit vielbeachteten Rekonstruktionen verschollener Kammermusikwerke konnte NeoBarock Lücken in Johann Sebastian Bachs Œuvre schließen und ermöglichte neue Einblicke in seine Kompositionsweise. Im Zuge derartiger Spurensuche verzichtet NeoBarock grundsätzlich auf willkürliche Arrangements und stützt seine Transkriptionen auf fundierte musikwissenschaftliche Erkenntnisse – stets mit Respekt gegenüber den Komponisten.

Um das musikalische Erbe kommenden Generationen nahezubringen, hat sich die Gruppe in den letzten Jahren ebenso erfolgreich mit anspruchsvollen und abwechslungsreichen Kinderprogrammen profiliert: 2024 erschien das Musikabenteuer »Prinzessin Fasola und die Muskeltiere«, das Heinrich Ignaz Franz Bibers berühmte Sonata representativa als CD-Bilderbuch adaptiert. In Zusammenarbeit mit SOMMERS WELTLITERATUR to go führt NeoBarock eine ganze Oper von Jean-Philippe Rameau als Playmobil-Performance auf, mit der das Ensemble nicht nur junges Publikum fesselt.