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Vive les femmes!

Musikalische Frauenbilder

La Mandorle © Roger Lleixa
17
Sonntag
20:30 | 17. Mai 2026 | ca. 75 Min.
Reformierte Kirche

Die Kunst ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft, und die Musikgeschichte somit immer auch eine Geschichte männlicher Dominanz. Wenn Komponistinnen wie die Händel-Zeitgenossin „Mrs Philarmonica“ ihre Werke nur anonym veröffentlichten, ist das symptomatisch für ihre Stellung im Musikleben jener Zeit. So sind es in der Regel auch männliche Vorstellungen von Weiblichkeit – seien es Schönheit und Reinheit oder aber Verführungskunst und Gefährlichkeit –, die in der Musik ihren Widerhall erfahren.

Die vier Musikerinnen des französischen Ensembles La Mandorle begeisterten schon 2025 das Festspielpublikum bei der „göttingen händel competition“, wo sie sowohl den Hauptpreis als auch den Publikumspreis gewannen. In ihrem diesjährigen Konzertprogramm erforschen und hinterfragen sie die Imaginationen des Weiblichen in der Barockmusik zwischen François Couperin und Georg Friedrich Händel.

Élisabeth Jacquet de La Guerre: Sonate Nr. IVa g-Moll
Pancrace Royer: L’aimable
François Couperin: L’adolescente | Les Charmes | La Séduisante
Georg Friedrich Händel: Sonate c-Moll (HWV 386a) | Credete al mio dolore aus Alcina (HWV 34) | Sonate Nr. 5 g-Moll (HWV 390)
Mrs Philarmonica: Sonate Nr. 1 d-Moll
Santiago de Murcia: Fandango aus Códice Saldívar


Ausklang nach dem Konzert: Meet the Artists bei einem Glas Wein.

La Mandorle
Victoire Delnatte Oboe
Clotilde Sors Violine
Camille Sors Violoncello
Élodie Brzustowski Theorbe, Barockgitarre

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